Aksum
Aus dem Wiki der Edition Viktoria
| Zär'a Yaqob Eine äthiopische Weltanschauung | |
| ISBN 978-3-902591-02-9 | |
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Um die Zeitenwende entstand im nördlichen Hochland Äthiopiens das Königreich Aksum, das einen raschen wirtschaftlichen Aufstieg durch seinen Handel mit dem Römischen Imperium, mit Persien, Ägypten, Arabien und Indien verzeichnete. Die Stadt prosperierte und ihre Regenten ließen prunkvolle Bauten errichten. Bekannt wurde Aksum durch die dort errichteten Stelen, die eine Höhe von bis zu 33 m gehabt haben. Die größte heute noch aufrecht stehende Stele ist 21 m hoch.
Die Ära der größten Blüte und Ausdehnung des aksumitischen Reiches war das 4. Jahrhundert u.Z. In diese Zeit fiel die Regierung König Ezanas, der ca. 350 zum Christentum übertrat. Diese Religion der byzantinischen Kaufleute dürfte dem aksumitischen König nicht nur in religiöser, sondern auch in ökonomischer und politischer Hinsicht als ideologisches Vorbild gedient haben. Er erhob das Christentum zur Staatsreligion und die große Zahl der bis dahin in Äthiopien lebenden Juden wurde schnell und teilweise auch mit Gewalt christianisiert oder vertrieben. Der heilige Frumentius (Fremenatos), der einer der Erzieher König Ezanas gewesen war, wurde als Abba Sälama ("Vater des Friedens") vom koptischen Patriarchen von Alexandria zum ersten Bischof Äthiopiens geweiht. In diese Zeit fällt die erste Übersetzung der Bibel in die äthiopische Sprache Ge'ez.

