Waldä Heywat

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  Zär'a Yaqob
Eine äthiopische
Weltanschauung
  ISBN
978-3-902591-02-9
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Zär'a Yaqob trat um ca. 1634 in die Dienste von Habtä-Egzi’abeher. Dieser war ein reicher Mann aus Enferaz, der ihn zuerst als Schreiber, dann als Lehrer für seine beiden jüngeren Söhne engagierte. Die beiden Kinder müssen zu diesem Zeitpunkt zwischen 6 und 8 Jahren alt gewesen sein.

Waldä Heywat, genannt Metku ("Ersatz"), ist der Name des jüngsten Sohnes. Er wurde zum wissbegierigen Schüler Zär'a Yaqobs und blieb diesem bis zu seinem Tod eng verbunden. Auf Waldä Heywats ausdrücklichen Wunsch hin verfasste der Lehrer eine Schrift, die die Erkenntnisse seines Lebens enthielt. Waldä Heywat informiert uns im letzten Kapitel dieses Buches über Zär’a Yaqobs Sterbealter und seinen friedlichen Tod und er berichtet, dass er selbst zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Information bereits ein hohes Alter erreicht und ein eigenes Buch verfasst hat.

Auf der Grundlage dieser Ausführungen forschte Pater Giusto d’Urbino, ein italienischer Missionar (1814 - 1856), in dessen Hände der Text Zär'a Yaqobs gelangt war, nach diesem weiteren Buch, bis er fündig wurde.

"Während in der Schrift Zar’a-Jacobs alles ursprünglich ist und seine Gedanken naiv aus einer ungewöhnlichen Begabung fließen, fühlen wir in Walda-Heiwat sofort den Epigonen. Er [...] tritt die Gedanken breit und moralisiert ziemlich stark." (Littmann, Enno: Zar'a Jacob, Berlin. 1916; S IV)
"Es muß aber bei der Wertung der Leistung des Wäldä Heywat beachtet werden, daß er zu diesen Lösungen von einem anderen sozialen Standpunkt kam, und daß sich sein Standpunkt immer dann von dem seines Lehrers unterscheidet, wenn die Verschiedenheit ihrer gesellschaftlichen Positionen wesentlich wird." (Hopfmann, Jürgen: Altäthiopische Volksweisheiten im historischen Gewand, Frankfurt/Main, 1992; S 189)
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